Pflanzenkohle


Pflanzenkohle zur Bodenverbesserung einzusetzen, ist eine sehr alte Methode, die schon die Ureinwohner Amazoniens angewandt haben. 

 

Die Terra preta (schwarze Erde) do Indio, ist über 1000 Jahre alt und extrem humusreich. Sie ist anthropogen, d.h. durch den Menschen entstanden und extrem fruchtbar. Ihre Grundlage bildet Holzkohle, die durch ihre poröse Struktur eine riesige innere Oberfläche von etwa 300 qm/Gramm hat. Hier können sowohl Wasser, als auch Nährstoffe gespeichert werden, die somit vor Auswaschung geschützt sind. Außderdem wird die Kohle gern von Mikroorganismen besiedelt, die die Poren quasi als Höhlen nutzen. 

Damit bei einem Einsatz auf dem Acker oder im Garten die Bodenlösung nicht "leergesaugt" wird, muss die Kohle zuvor mit Nährstoffen beladen werden.

Dazu wird sie beispielsweise dem Kompostierungsprozess, dem Mist oder der Gülle zugeführt. Besonders durch die Bindung von Ammonium, werden Geruchsemmisionen sowohl im Stall, als auch bei der Lagerung und Ausbringung deutlich reduziert. 

Pflanzenkohle im Boden dient als Nährstoffspeicher und lässt Pflanzen besser wachsen.

 

Durch ihre große Oberfläche und hohe Austauschkapazität kann sie auch toxische Moleküle im Boden binden und so Bodenleben, Pflanzen und damit uns auch vor deren schädlichen Auswirkungen schützen. 

Beim Einsatz von Aktivkohle in der Medizin, der Wasseraufbereitung oder in Luftfiltern wird dieser Effekt schon seit langem genutzt. 

Pflanzenkohle ist wegen dieser Eigenschaften auch eines der ältesten Hausmittel bei Tieren und Menschen zur Therapie von Verdauungsproblemen, weil im Darm vorhandene Schadstoffe absorbiert und ausgeschieden werden können.

Dadurch kann das natürliche mikrobiologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden.